Tschick – erfordert das Sprachniveau C1
Was siehst du, wenn du nach vorne schaust? Einzelne Dinge, ihre Anordnung und ihre Wechselbeziehung zueinander? Oder vielleicht eine sehr enge Weltschicht, die sich ausschließlich auf deine Wahrnehmung und deine Eindrücke stützt? Darüber hinaus wird unsere Sicht auf die Welt von unseren Lebenserfahrungen, dem Umfeld, in dem wir leben, und der Kultur geprägt, die uns formt. Doch ist die Welt wirklich so, wie sie ist? Oder ist sie nur so, wie wir sie uns vorstellen?
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Wolfgang Herrndorfs Roman „Tschick“ lädt dazu ein, über die menschliche Wahrnehmung nachzudenken – über ihre Vielfalt, ihre Tiefe und ihre vielen Perspektiven. Das wird durch die Hauptfigur Maik Klingenberg deutlich, einen 14-jährigen Gymnasiasten aus Berlin. Er lebt in einer Familie, die nach außen hin wohlhabend wirkt, innerlich jedoch zutiefst zerrüttet ist. Die Mutter kämpft mit ihrer Alkoholsucht, und der Vater, nahezu bankrott, führt ein heimliches Doppelleben. Maiks Identität bildet sich zunächst auf der Grundlage von Vorbildern aus seinem Elternhaus. Bis er einen neuen Freund kennenlernt und mit ihm eine große Reise macht.

Sprache, Wahrnehmung und Realität im Roman „Tschick“
Herrndorf erzählt die Geschichte aus der Perspektive eines Teenagers – sie scheint direkt, ungefiltert und ohne Lebenserfahrung zu sein. Schritt für Schritt verändert sich Maiks Wahrnehmung der Welt. In Wirklichkeit stehen zwei Perspektiven im Zentrum des Romans: die des Kindes und die des Erwachsenen. Herrndorf zeigt uns Unterschiede auf vielen Ebenen. Auch bei sehr schweren Themen. Zum Beispiel, wenn der Arzt Maik fragt, ob die Verletzungen auf seinem Körper wirklich nur von einem Sturz vom Stuhl stammen – oder, wie er vermutet, von einer Fremdeinwirkung:
„« Es tut mir leid, aber wir Ärzte sind misstrauische Menschen. Ich meine, die wollten doch einiges von dir. Und ich als dein behandelnder Arzt…»
Ja, ja. Himmel. Schweigepflicht. Schon klar. Aber was will er denn jetzt wissen? Wie man vom Stuhl fällt? Seitlich runter und dann plumps? Er schüttelt erst lange den Kopf, dann macht er eine winzige Bewegung mir der Hand – und da erst wird mir klar, worauf er hinauswill. Mein Gott, steht bei mir einer auf der Leitung. Immer diese Scheißpeinlichkeit. Warum redet er nicht Klartext?“.
Am Anfang versteht Maik nicht, worauf der Arzt hinauswill. Doch bald entschlüsselt er die Anspielungen. Auch in Gesprächen mit seinen Eltern zeigt sich, wie verzerrt Wirklichkeit wahrgenommen werden kann. So wird die Entzugsklinik seiner Mutter warm „Beautyfarm“ genannt. Sprache und Wahrnehmung sind untrennbar verbunden. Auch geprägt von unseren Gefühlen, Erfahrungen und Erinnerungen. Genau das zeigt auch ein Erlebnis aus meinem eigenen Leben.
Was Maik, Tschick und meine Tochter gemeinsam haben
Es waren Sommerferien. Meine 8-jährige Tochter spielte mit den Nachbarskindern auf dem Hof vor dem Woh
nblock, während ich Hausarbeiten erledigte. Plötzlich rief sie mich mit einer unerwarteten Frage an: ob sie Mamba essen dürfe. Das hatte sie mich noch nie gefragt, wenn sie Süßigkeiten von anderen Kindern bekommen hatte. Die Frage überraschte mich.
Etwa zwei Stunden später meldete sich eine Freundin aus dem Nachbareingang. Sie war mit ihrer Familie im Urlaub im Kroatien und bat mich, kurz bei ihrer Wohnung vorbeischauen und nach der Fußmatte zu sehen. Und zwar, weil jemand im Nachbarschaftsforum geschrieben hatte, dass dort jemand Mamba ausgelegt hatte. Sie warnte mich, vorsichtig zu sein; es sei Sommer, und genau dann nutzten Einbrecher oft die Gelegenheit zu prüfen,
ob eine Wohnung leer steht.
Ich wurde misstrauisch, weil ich wusste, dass meine Tochter Fragen zu diesem Mamba stellen würde. Später erfuhr ich, dass sie sie sogar an eine Freundin wietergegeben hatte. Also sprach ich offen mit deren Mutter und erklärte ihr, dass ich die Herkunft dieser Süßigkeit nicht kenne und dass es durchaus Einbrecher sein könnten, die auf diese Weise herausfinden wollen, ob eine Wohnung leer steht. Am Abend brach meine Tochter plötzlich in Tränen aus.
Erst da erfuhr ich, dass sie am Morgen auf den Hund einer Frau aufgepasst hatte, die kurz einkaufen war.Zum Dank hatte sie mehrere Packungen Mamba bekommen. Weil sie glaubte, so viele nicht allein essen zu können – und weil sie dachte, es sei doch etwas Schönes, eine kleine Süßigkeit vor der Tür zu finden – legte sie die Mambas vor die Fußmatten fremder Wohnungen. In diesem Moment wurde mir klar, wie verschieden Realität erscheinen kann: je nachdem, aus welchen Lebenserfahrungen wir sie betrachten.
Sicher waren nur die Mambas auf den Fußmatten. Alles andere bestand aus Deutungen. Für das Kind waren sie ein freundliches Geschenk. Für den Erwachsenen hingegen verkörperten sie die Möglichkeit von Gefahr, Misstrauen und Einbruch. Zwei grundverschiedene Sichtweisen auf dieselbe Realität.
Freundschaft, Freiheit und Erwachsenwerden – zentrale Themen von „Tschick“
Maiks Charakter ist im Kontext der Adoleszenz angesiedelt. Er löst sich von der Weltanschauung seiner Eltern und deren Lebensauffassung. Er sammelt Erfahrungen, entwickelt seine eigenen Überzeugungen und geht schließlich seinen eigenen Weg. Dieser entscheidende Moment, in dem Maik beginnt, sich vom Teenager zum Erwachsenen zu wandeln, setzt ein, als seine Eltern ihn alleine zu Hause lassen – die Mutter wegen ihres Aufenthalts in der Entzugsklinik und der Vater, weil er mit einer attraktiven Assistentin verreist ist.
Mir gefällt, wie humorvoll dieser Moment im Roman beschrieben wird: „Ich mache ein Gesicht, das ausdrücken sollte, dass ich ungeheuer schwer darüber nachdenken musste, ob ich diese Hiobsbotschaft verkraften konnte. Konnte ich das verkraften?
Vierzehn Tage allein in dieser feindlichen Umwelt aus Swimmingpool, Klimaanlage, Pizzadienst und Videorecorder? Ja, doch, ich nickte betrübt, ich könnte es versuchen, ja, ich würde es wahrscheinlich überleben“ (…)
„Aber die Stille im Haus machte mir gleich klar: Ich bin allein, es sind Sommerferien, das Haus gehört mir, und ich kann machen, was ich will.“ Statt jedoch ruhig zu Hause zu sitzen, begibt sich Maik in einem gestohlenen Lada auf seine erste Solo-Weltreise, begleitet von seinem Klassenkameraden Andrej Tschichatschow (Spitzname: Tschick).
Wie Maik und Tschick voneinander lernen
Wie Maik wird auch Tschick in der Klasse als Außenseiter behandelt. Im Gegensatz zu ihm stammt dieser jedoch aus einer anderen sozialen Schicht. Und genau so sieht Maik ihn anfangs auch: als Fremden, als jemanden „von außen“: „Er war ein Russe, wie sich dann rausstellte. Er war so mittelgroß, trug ein schmuddeliges weißes Hemd, an dem ein Knopf fehlte, 10-Euro-Jeans von KiK und braune, unförmige Schuhe, die aussahen wie tote Ratten. (…) Aus Tschicks Redebeiträgen konnte man wirklich nicht schließen, ob er dumm oder klug war oder irgendwas dazwischen.“
Paradoxerweise sind es ausgerechnet die Unterschiede zwischen ihnen, die Maik und Tschick einander näherbringen. Durch den jeweils anderen sehen sie sich selbst deutlicher; als würden sie ihr eigenes Ich in einem neuen Spiegel betrachten. Indem sie das Verhalten des Freundes auf der Reise beobachten und mit ihren eigenen Gewohnheiten abgleichen, beginnen sie zu verstehen, wer sie sind und wer sie werden wollen. Was die beiden jedoch eint, ist eine kindliche Fantasie, die keine sozialen oder kulturellen Grenzen kennt. Dies ist eine meiner Lieblingspassagen aus dem Buch: „« Und kannst du dir vorstellen, irgendwo da oben, auf einem dieser Sterne – ist es jetzt genau so! Da leben wirklich Insekten die sich gerade in dieser Sekunde eine Riesenschlacht um die Vorherrschaft im Weltall liefern – und keiner weiß davon» «Außer uns», sagte ich. « Außer uns, genau». «Aber wir sind die Einzigen, die das wissen. Auch die Insekten wissen nicht, dass wir das wissen.»“
„Tschick“ eröffnet eine Fülle von Anknüpfungspunkten für Gespräche und Fragen. In dieser Hinsicht lässt sich der Roman mit Werken wie „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry vergleichen. Es handelt sich dabei nicht um gewöhnliche Texte, sondern um Werke, die man mehrmals – auch nur in Auszügen – lesen kann und die immer wieder neue Erkentnisse, neue Reflexions- und Interpretationsmöglichkeiten eröffnen. Vor allem junge Menschen sollten dieses Buch lesen und interpretieren.
Warum sich „Tschick“ besonders für Deutschlernende lohnt
Für Deutschlernende ist „Tschick“ eine anspruchsvolle Lektüre. Nicht etwa wegen der komplizierten Handlung, denn diese lässt sich in wenigen Sätzen zusammenfassen. Sondern aufgrund verborgener Bedeutungen und Sinnschichten sowie der Vielschichtigkeit der Interpretation. Das Suchen nach versteckten Symbolen und Bedeutungen macht Spaß, aber nur denjenigen, die mindestens das Niveau C1 erreicht haben. Andernfalls kann es entmutigend sein, zu lesen, selbst wenn, wie in diesem Fall, der Wortschatz an sich recht einfach ist.

Ich würde daher empfehlen, zuerst ein einfacheres Buch dieser Art zu lesen, zum Beispiel „Der kleine Prinz“, und erst dann „Tschick“. Denn ich habe keinerlei Zweifel daran, dass dieses Buch wirklich lesenswert ist und dass jeder es unbedingt lesen sollte.
Ich bedauere sehr, dass dieses Buch nicht Pflichtlektüre an polnischen Schulen ist. „Tschick“ erinnert uns daran, dass Erwachsenwerden nicht bedeutet, die Welt zu verstehen – sondern zu lernen, sie immer wieder neu zu betrachten.
TIPPS FÜR LERNENDE:
– Wolfgang Herrndorfs Roman „Tschick“ umfasst 253 Seiten und eignet sich – meiner Meinung nach – ab Sprachniveau C1;
– Die Sprache wirkt einfach, enthält aber viele versteckte Bedeutungen und symbolische Elemente;
– Die Dialoge sind komisch, was beim Lesen hilft. Es hilft auch dabei, authentische Umgangsprache zu verstehen;
– Ich empfehle das Buch besonders für Leserinnen und Leser, die tiefer in deutsche Jugendliteratur eintauchen möchten;
– Wer möchte, kann zuerst die Verfilmung „Goodbye Berlin“ ansehen. Sie erleichtert den Einstieg in den Roman.
Titel: Tschick
Autor: Wolfgang Herrndorf
Herausgeber: Rowohlt Verlag
Sprache: Deutsch
Meine Note: 5/5
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POLNISCHE ÜBERSETZUNG DER REZENSION
Co widzisz, gdy patrzysz przed siebie? Poszczególne rzeczy, ich uporządkowanie czy wzajemny stosunek do siebie? A może postrzegasz interpretacje zastanej rzeczywistości, którą sam jej narzuciłeś? Warunkowaną przez twoje życiowe doświadczenia, przeżycia i kulturę. Czy faktycznie świat jest taki jakim go widzimy? A tylko nam się taki wydaje?
Powieść Wolfganga Herrndorfa „Tschick“ zaprasza nas m.in. do refleksji na temat postrzegania świata. Autor czyni to poprzez osobę głównego bohatera 14-letniego Maika Klingenberga, gimnazjalistę z Berlina. Chłopak dorasta w dość zamożnej rodzinie, borykającej się jednak z licznymi wewnętrznymi problemami. Matka walczy z uzależnieniem od alkoholu podczas gdy ojciec doprowadza swoją firmę na skraj upadku. Dodatkowo ma romans ze swoją asystentką.
Maik kształtuje swoją osobowość w oparciu o wzorce, które wynosi z domu. Do czasu aż nawiązuje w szkole nową znajomość; z Tschickiem, chłopcem z zupełnie innego świata kulturowego, możliwości i pozycji społecznej. To z nim właśnie wyrusza w jedną z najważniejszych podróży życia – ku dorosłości.
Język, postrzeganie i rzeczywistość w książce „Tschick“
Herrndorf tworzy narrację z perspektywy nastolatka. Przekaz jest zabawny, nieco przerysowanie dziecinny, bezpośredni, pozbawiony doświadczenia życiowego. Jednak krok po kroku postrzeganie świata przez Maika zmienia się. Na naszych oczach przechodzi on okres dojrzewania. W rzeczywistości dwie perspektywy są motorem napędowym powieści – dziecka i dorosłego. Autor zarysowuje te różnice na wielu poziomach. Również w odniesieniu do różnych tematów. Na przykład, kiedy lekarz badający Maika dopytuje chłopca czy obrażenia na jego ciele na pewno nie są efektem czyjegoś działania:

„« Przykro mi, ale my, lekarze, jesteśmy ludźmi nieufnymi. Chcę powiedzieć, oni przecież sporo od ciebie chcieli. A ja, jako twój lekarz prowadzący…»
Tak, tak. Niebo. Tajemnica lekarska. Jasne. Ale czego on teraz właściwie chce się dowiedzieć? Jak się spada z krzesła? Bokiem w dół, a potem bęc? Najpierw długo kręci głową, potem wykonuje ledwie zauważalny ruch ręką – i dopiero wtedy dociera do mnie, o co mu chodzi. Boże, czy ja naprawdę nic nie kapuję. Zawsze ta cholernie krępująca sytuacja. Dlaczego on po prostu nie powie wprost?».
Choć początkowo Maik zdaje się nie rozumieć, o co chodzi lekarzowi, wkrótce odczytuje faktyczny przekaz. Również podczas komunikacji Maika z rodzicami widać, jak bardzo wypaczają oni w swoich wypowiedziach rzeczywistość. Na przykład klinikę odwykową określając mianem „Beautyfarm“. To pokazuje jak bardzo język nie jest wolny od naszych interpretacji. Przywołuje to we mnie pewne wspomnienia związane z moim własnym dzieckiem.
Co łączy Maika, Tschicka i moją córkę
Były wakacje. Moja 8-letnia wtedy córka bawiła się właśnie z dziećmi sąsiadów na podwórku przez blokiem. Ja w tym czasie wykonywałam codzienne, domowe obowiązki. W pewnym momencie, niespodziewanie, córka zadzwoniła do mnie z zapytaniem, czy może zjeść mambę. Zdziwiłam się, bo wielokrotnie była częstowana słodyczami przez dzieci z podwórka ale nigdy się mnie o pozwolenie nie pytała.
Dwie godziny później napisała do mnie wiadomość znajoma z klatki obok. Właśnie przebywała w Chorwacji na wczasach ze swoją rodziną. Pytała czy mogę podejść do nich i sprawdzić czy na wycieraczce nie leży mamba. Ktoś na forum osiedlowym ostrzegał, że ktoś rozkłada słodycze i prawdopodobnie złodzieje sprawdzają w ten sposób czy ktoś jest czy nie w domu.
Wystraszyłam się, bo dotarło do mnie, że pewnie o taką mambę, nieznanego pochodzenia, pytała wcześniej moja córka. Dodatkowo dowiedziałam się, że jedną z nich obdarowała koleżankę. Zadzwoniłam do jej mamy uczciwie przekazując jej, że nie znam pochodzenia gumy.
Wieczorem moja córka nagle rozpłakała się. Opowiedziała wtedy, że rano wraz z koleżanką popilnowały psa pewnej pani, która w tym czasie poszła na spokojnie zrobić zakupy. W nagrodę dostały od niej kilka paczek mamby. Ponieważ moja córka wiedziała, że jest tego za dużo, żeby zjadła je wszystkie sama – a przecież to miłe dostać mambę – pomyślała, że porozkłada słodycze na wycieraczce innym ludziom. Żeby wychodząc z mieszkania zrobiło im się miło, że dostali od kogoś mambę na wycieraczce.
W tamtej jednej chwili uświadomiłam sobie, że są kompletnie dwie różne rzeczywistości. A w tym wszystkim tylko jedna stała: Mamba na wycieraczce. Wszystko inne to interpretacja. „To miłe mieć niespodziankę w postaci mamby na wycieraczce“ (dziecko) i „To pewnie złodziej sprawdza, czy ktoś jest w domu“ (dorosły).
Przyjaźń i dojrzewanie – centralne tematy w powieści „Tschick“
Postać Maika usytułowana jest w czasie dojrzewania. Kluczowym momentem w książce jest chwila, w której Maik ma zostać w wakacje na dwa tygodnie sam w domu. W tym czasie jego mama przebywa w klinice odwykowej, a tata jedzie na wczasy z asystentką. Bardzo podoba mi się humor z jakim w książce przedstawiona została ta chwila: „Robię minę, która miała wyrażać, że musiałem się bardzo, naprawdę bardzo zastanowić, czy zdołam udźwignąć tę hiobową wieść. Czy naprawdę dam radę? Czternaście dni samotności w tym wrogim środowisku złożonym z basenu, klimatyzacji, pizzy na telefon i projektora wideo? Tak, tak, kiwnąłem ponuro głową – mógłbym spróbować, tak, prawdopodobnie bym to przeżył.”
(…) „Ale cisza w domu od razu dała mi do zrozumienia: jestem sam, są wakacje, dom należy do mnie i mogę robić, co tylko chcę.” Zamiast jednak zostać w domu Maik wyrusza w świat, w towarzystwie swojego szkolnego kolegi Andrieja Tschichatschowa (przezwisko: Tschick) . We dwóch wyruszają skradzioną ładą w podróż po świecie.
Wzajemna nauka Maika i Tschicka
Podobnie do Maika Tschick jest outsiderem w klasie. W przeciwieństwie jednak do niego pochodzi z całkiem innej grupy społecznej i kręgu kulturowego. I dokładnie tak postrzegany jest on przez Maika na samym początku. Jako ktoś „z zewnątrz“: „Był Rosjaninem, jak się potem okazało. Miał średni wzrost, nosił brudnawą białą koszulę, w której brakowało jednego guzika, dżinsy za dziesięć euro z KiK-a i brązowe, nieforemne buty, które wyglądały jak martwe szczury.“ (…) „Z wypowiedzi Tschicka naprawdę nie dało się wywnioskować, czy był głupi, czy mądry, czy może coś pomiędzy“.
Paradoksalnie wynikające między nastolatkami różnice zbliżają ich do siebie. Obserwując zachowanie przyjaciela podczas podróży i porównując je z własnymi nawykami, zaczynają rozumieć, kim są i kim chcą się stać. Tym, co jednak łączy ich obu, jest dziecięca wyobraźnia, która nie zna żadnych granic. Ani społecznych, ani kulturowych. To jeden z moich ulubionych fragmentów książki:
«I czy możesz sobie wyobrazić, że gdzieś tam, wysoko, na jednej z tych gwiazd – właśnie teraz dzieje się dokładnie to samo! Naprawdę żyją tam owady, które w tej chwili toczą wielką bitwę o panowanie nad wszechświatem – i nikt o tym nie wie.»
«Poza nami» – powiedziałem.
«Poza nami, właśnie.»
«Ale to my jesteśmy jedynymi, którzy o tym wiedzą. Nawet te owady nie wiedzą, że my o tym wiemy.»“
„Tschick“ to lektura wielopoziomowa. Mnóstwo w niej wątków do pogłębionych rozmów i zadawania pytań. Dociekania. Pod tym względem można ją porównać do „Małego Ksiącia“ autorstwa Antoine de Saint-Exupéry. Nie są to zwykłe teksty, lecz utwory, do których można wracać wielokrotnie (nawet tylko do fragmentów) i które za każdym razem odkrywają coś nowego: nowe refleksje i możliwości interpretacji. W moim odczuciu warto, żeby młodzi ludzie po ten tekst sięgnęli i poddali go własnej refleksji.
Lektura „Tschick“ a nauka niemieckiego
„Tschick“ jest dość wymagającą lekturą jeśli patrzeć na tę powieść pod kątem osób uczących się języka niemieckiego. Nie chodzi o skomplikowaną fabułę – tę można strescić w klku zdaniach – ale z powodu wielowymairowości, ukrytych znaczeń, sensów i złożoności interpretacji.
Szukanie ukrytych symboli i znaczeń sprawia przyjemność, ale tylko tym, którzy osiągnęli co najmniej poziom językowy C1. W przeciwnym razie czytanie może być zniechęcające, nawet jeśli, jak to jest w tej książce, sam zasób słownictwa jest dość prosty. Polecałabym więc najpierw sięgnąć po coś łatwiejszego, na przykład „Małego Księcia“, a dopiero potem po „Tschicka“. Nie mam jednak żadnych wątpliwości, że ta książka naprawdę jest warta przeczytania. Bardzo żałuję, że nie jest to lektura obowiązkowa w polskich szkołach. „Tschick” przypomina nam bowiem, że dorastanie nie oznacza zrozumienia świata. Ale uczenia się, jak postrzegać go, każdego dnia, wciąż na nowo.
Wskazówki dla uczących się:
– Powieść Wolfganga Herrndorfa „Tschick” liczy 253 strony i – moim zdaniem – nadaje się do czytania od poziomu językowego C1;
– Język wydaje się prosty, jednak zawiera wiele ukrytych znaczeń i elementów symbolicznych.
– Dialogi są zabawne, co ułatwia czytanie, a także pomaga zrozumieć autentyczny język potoczny;
– Szczególnie polecam tę książkę czytelnikom, którzy chcą głębiej zanurzyć się w niemiecką literaturę młodzieżową;
– Osoby chętne mogą najpierw obejrzeć ekranizację „Goodbye Berlin”, która ułatwia wejście w fabułę powieści.
Tytuł: Tschick
Autor: Wolfgang Herrndorf
Wydawca: Rowohlt Verlag
Język: Deutsch
Moja ocena: 5/5
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